An den Tagen Freitag den 4. November und dem Samstag den 5. November 2022 findet die zweite Veranstaltung zum Thema „Die Kunst der verstehenden Gespräche Teil 2“ statt.

In den Zeiten: 
Freitag: 14:00 – 21:30
Samstag: 9:00 – 17:30

Die Referentin ist Dr. Martina Kessler vom TS Institut in Gunzenhausen.

Menschen beraten – Die Kunst verstehender Gespräche in der Seelsorge (Teil 2)
Wie erfasse ich das Problem des anderen, so dass er sich dabei selbst besser versteht? Wie lenke ich seinen Fokus auch auf die Möglichkeiten und Ressourcen, die er hat und wie helfe ich ihm seine Handlungsspielräume zu erweitern? Eine einfühlsame, verstehende und Hoffnung weckende Gesprächsführung ist das Werkzeug, das einen Seelsorger zum gesuchten Gesprächspartner macht und ihn gleichzeitig in die Lage versetzt, effektiv beraten zu können. Dieses Seminar vermittelt Grundlagen und Voraussetzungen für einen gelingenden Beratungsprozess, gibt konkrete Hinweise zum Ablauf eines Beratungsgesprächs und bietet Hilfen für ressourcenorientiertes Arbeiten mit praktischen Übungen und leicht anwendbaren Interventionen für das Tür- und Angelgespräch.

Dieser Workshop findet am Samstag den 22. Oktober statt und hat das Ziel der Erstellung des Plakates für den Gemeinderaum. Durchgeführt wird es mit Kristina Mengersen.
Alle Interessierten sollen sich bei Benno Driesner (Kontakt) melden.
Das Treffen findet in der EfG Höxter am Knüll (Karl-Bartes-Weg) statt.

Am Freitag den 07.10.2022 in der Zeit von 19:00 bis 21:00 Uhr wird der Referent Nikolaus Franke von der Fachstelle für Medien über das Thema

Nachfolge digital gestalten „Ein jeder sehe zu, wie er darauf baut.“

berichten. Das Ganze findet im Jugendraum der EfG Höxter am Knüll (Karl-Bartels-Weg) statt.
Alle sind dazu eingeladen, es ist offen für ALLE.

Am 19.06.2022 findet der Sonntagsgottesdienst um 11:00 Uhr auf dem Grillplatz in Boffzen statt.

Bringt gerne Salate und/oder Kuchen und eigenes Geschirr mit. Kalte Getränke und Würstchen werden von der Gemeinde gestellt.
Denkt bitte daran, dass die Weserbrücke gesperrt ist. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Brücke in Lüchtringen nehmen.
Fahrradfahrer können ggfs auch die Weserfähre nehmen, falls sie bis dahin wieder einsatzfähig ist.

„Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.“

(Sacharja 2,14)

Töchter reagieren nicht immer mit Jubel auf neue Mitbewohner. Anfang letzten Jahres kündigten wir unseren Töchtern an, dass jemand kommen will, um bei uns zu wohnen. Es ging um eine Austauschschülerin, die für einige Monate nach Berlin kommen sollte. (Am Ende kam sie doch nicht, weil die Corona-Pandemie ausbrach.) Beim Nachdenken über das Wort der Propheten Sacharja fielen mir die lebhaften Proteste wieder ein, die wir Eltern mit der Ankündigung auslösten. Wenn jemand bei uns einzieht, so die Bedenken unserer Töchter, dann wird ja alles ganz anders, dann ändert sich unser gewohntes Leben. Die Töchter brachten die Sache auf den Punkt.

Sacharja fordert die Tochter Zion auf, über seine Predigt zu jubeln. Die „Tochter Zion“ sind die Einwohner Jerusalems, sowohl Frauen als auch Männer. Frauen konnten wirkungsvoller jubeln, daher wird der weibliche Ausdruck „Tochter“ gebraucht, wenn es um eine jubelnde Menschenmenge geht. Aber es gab wohl selten Anlass zu Jubel im kleinen Jerusalem im kargen Bergland Judäas in den ersten Jahrzehnten nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft. Die Stadtmauer war eine Dauerbaustelle, und solange die Mauer nicht fertig war, konnte man eigentlich gar nicht von einer Stadt sprechen. Auch der Wiederaufbau des Tempels kam nicht voran, obwohl er doch der Mittelpunkt der Stadt und des ganzen Volkes sein sollte. Wenig von dem, was die Rückkehrer erhofft hatten, war eingetroffen.

Diesen Hörern predigte der Prophet von den Bildern eines neuen Jerusalem, die er geschaut hatte: Es wird eine Stadt ohne Mauern sein, denn Mauern könnten die vielen Menschen gar nicht fassen, die dort zusammenkommen. Gott selbst wird mitten unter den Menschen wohnen. Heiden werden kommen und Gott erkennen, auch sie werden zu seinem Volk. Ob die Jerusalemer wohl gejubelt haben, als sie das hörten? Waren Sacharjas Visionen nicht allzu weit weg von dem, was sie sich vorstellen konnten, womit sie realistisch rechnen konnten? Hat nicht der Verlauf der Ereignisse Sacharja Unrecht gegeben? Unter Nehemia wurde die Stadtmauer doch noch gebaut, die Heiden blieben Heiden wie eh und je. Und dennoch wurden Sacharjas Visionen gewissenhaft für die Zukunft überliefert.

In der christlichen Kirche ist das Wort des Sacharja einer der Predigttexte für das Weihnachtsfest. Wie ist es dazu gekommen? Viele Generationen nach Sacharja lasen die Schüler und Schülerinnen Jesu die Reden der Propheten in einem neuen Licht. In den Worten, in den Taten, in der ganzen Person ihres Meisters erahnten, erkannten sie das Wohnen Gottes unter den Menschen, von dem die Propheten gesprochen hatten. Wo Jesus Einzug hielt bei den Menschen, änderte sich ihr Leben. Es entstand eine Gemeinschaft ohne Mauern. Heiden kamen und wurden zu Leuten Gottes. Die Schriften des Neuen Testaments berichten vom Staunen, von der Freude über das Wohnen Gottes mitten unter den Menschen: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir schauten seine Herrlichkeit“ (Joh 1,14).

Martin Rothkegel

Theologische Hochschule Elstal